Ev.-luth. Kirchengemeinde

Weibeck-Krückeberg

14.Sonntag nach Trinitatis

Nun danket alle Gott, der große Dinge tut an allen Enden, der uns von Mutterleib an lebendig erhält und uns alles Gute tut. Er gebe uns ein fröhliches Herz und verleihe immerdar Frieden zu unsrer Zeit in Israel, und daß seine Gnade stets bei uns bleibe und uns erlöse, solange wir leben. (Jesus Sirach 50,24—26 nach der Lutherübersetzung) Nach diesen Versen hat Martin Rinkart um 1630 sein bekanntes Lied gedichtet. Es wird auch der „Choral von Leuthen“ genannt: 1. Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen, der große Dinge tut an uns und allen Enden, der uns von Mutterleib und Kindesbeinen an unzählig viel zugut bis hierher hat getan. 2. Der ewigreiche Gott woll uns bei unserm Leben ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort und uns aus aller Not erlösen hier und dort. 3. Lob, Ehr und Preis sei Gott dem Vater und dem Sohne und Gott dem Heilgen Geist im höchsten Himmelsthrone, ihm, dem dreiein'gen Gott, wie es im Anfang war und ist und bleiben wird so jetzt und immerdar. (aus dem Evangelischen Gesangbuch 321)

Jahreslosung

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch

Ez 36, 26

Wochenspruch

Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. (Ps 103, 2)

13.Sonntag nach Trinitatis

Ein Typ aus Samarien hat ein gutes Herz Irgendwann kam mal einer von den Theologen vorbei, um Jesus auszutesten. Er stellte folgende Frage: „Herr Lehrer, was muss ich denn Ihrer Meinung nach tun, um ein Leben von Gott zu bekommen, das nie aufhört?" Jesus antwortete: „Was steht denn in den Gesetzen, die Gott uns zu dem Thema gegeben hat? Was kann man dazu lesen?" „Du sollst deinen Gott radikal lieben", sagte der Mann auswendig, was in den Büchern vom Mose stand. „Mit deinen Gefühlen, mit deinen Gedanken, mit allem, was du hast. Und die Menschen um dich rum, deine Nachbarn, die sollst du auch lieben, genauso wie du dich selber liebst." „Richtig", sagte Jesus, „das ist es! Wer das befolgt, bekommt das Leben von Gott, das nie aufhören wird." Der Mann kam nicht so richtig darauf klar. Er fragte noch mal nach: „Wer ist denn das konkret, der Mensch um mich rum, mein Nachbar?" Jesus antwortete mit einer Geschichte: „Es war einmal ein Mann, der war gerade auf dem Weg von Jerusalem nach Jericho. Plötzlich kamen ein paar asoziale Schläger aus dem Gebüsch und verprügelten ihn mit Baseballschlägern. Anschließend klauten sie noch seine Kleidung und seine Kohle, dann stießen sie ihn in einen Graben und verschwanden wieder. Zufällig kam ein jüdischer Priester vorbei, doch als der den Mann da liegen sah, wechselte er schnell die Straßenseite und verpieselte sich. Dann kam ein Angestellter von der Kirche vorbei und sah ihn auch da liegen. Aber er wechselte auch die Straßenseite und ging schnell dran vorbei. Und dann kam da noch ein Typ aus Samarien. Als er den Mann da liegen sah, hatte er voll Mitleid. Er beugte sich zu ihm runter, machte eine Erste-Hilfe-Notversorgung, verband seine Wunden und so weiter. Dann brachte er ihn noch in ein Hotel in der Nähe und versorgte ihn da. Am nächsten Morgen gab er dem Hotelbesitzer 300 Euro und bat ihn, sich um den Mann zu kümmern. ‚Sollte das Geld nicht ausreichen, bezahle ich den Rest, wenn ich das nächste Mal hier bin!' Preisfrage: Wer von den drei Männern war jetzt so drauf, wie es sich für einen Nachbarn ge¬hört? Wer ist mit dem Überfallenen so umgegangen, wie Gott es will?" „Natürlich der Mann, der nett zu ihm war und ihm wirklich geholfen hat!" „Genau", meinte Jesus, „also geh los und mach es genauso!" (Lukasevangelium 10,25-37 nach der Volxbibel)

12.Sonntag nach Trinitatis

Die Bekehrung von Saulus Saulus verfolgte die Jünger und Jüngerin¬nen des Herrn weiterhin voller Wut und mit schweren Drohungen. Er ging zum Ober¬sten Priester und ließ sich Briefe an die jüdi¬schen Gemeinden in Damaskus geben. Darin wurde ihm die Vollmacht erteilt, auch dort nach Anhängern der neuen Lehre zu suchen und sie gegebenenfalls - Männer wie Frauen - festzu¬nehmen und nach Jerusalem zu schaffen. Auf dem Weg nach Damaskus, kurz vor der Stadt, umstrahlte ihn plötzlich ein Licht vom Himmel. Er stürzte zu Boden und hörte eine Stimme: »Saul, Saul, warum verfolgst du mich?« »Wer bist du, Herr?« fragte Saulus. Die Stimme sagte: »Ich bin Jesus, den du ver¬folgst! Aber steh auf und geh in die Stadt! Dort wirst du erfahren, was du tun sollst.« Den Männern, die Saulus begleiteten, ver¬schlug es die Sprache. Sie hörten zwar die Stimme, aber sie sahen niemand. Saulus stand von der Erde auf und öffnete die Augen - aber er konnte nichts mehr sehen. Da nahmen sie ihn an der Hand und führten ihn nach Damaskus. Drei Tage lang war er blind und aß nichts und trank nichts. In Damaskus lebte ein Jünger namens Hananias. Dem erschien der Herr und sagte: »Hananias!« »Ja, Herr«, antwortete er. Der Herr sagte: »Steh auf, geh in die Gerade Straße in das Haus von Judas und frag nach Sau¬lus aus Tarsus. Er ist dort und betet. In einer Vision hat er gesehen, wie ein Mann namens Hananias zu ihm kommt und ihm die Hände auf¬legt, damit er wieder sehen kann.« Hananias antwortete: »Herr, ich habe von vielen Seiten gehört, wieviel Böses dieser Mann in Jerusalem deiner Gemeinde angetan hat. Und Jetzt ist er hier und hat von den führen¬den Priestern die Vollmacht, alle zu verhaften, die sich zu deinem Namen bekennen.« Aber der Herr sagte: »Geh nur hin! Gerade ihn habe ich als mein Werkzeug ausgesucht. Er wird meinen Namen den nichtjüdischen Völ¬kern und ihren Herrschern bekanntmachen, und auch dem Volk Israel. Und ich will ihm zeigen, wieviel nun er für das Bekenntnis zu meinem Namen leiden muß.« Da ging Hananias in jenes Haus. Er legte Saulus die Hände auf und sagte: »Bruder Saul, der Herr hat mich geschickt - Jesus, der dir unterwegs erschienen ist. Du sollst wieder sehen können und mit dem Heiligen Geist er¬- füllt werden.« Im selben Augenblick fiel es Saulus wie Schuppen von den Augen, und er konnte wieder sehen. Er stand auf und ließ sich taufen. Dann aß er etwas und kam wieder zu Kräften. Saulus war erst ein paar Tage bei den Jüngern und Jüngerinnen in Damaskus, da ging er auch schon in die Synagogen und verkündete dort Jesus als den Sohn Gottes. (Apostelgeschichte 9,1-20 aus der „Guten Nachricht“)

11.Sonntag nach Trinitatis

Noch ein Vergleich zum Thema Beten Jesus erzählte mal wieder eine Geschichte. Er wollte diesmal einen Text in Richtung der Menschen ablassen, die sich für die Coolsten überhaupt hielten und auf alle anderen runtersahen. „Also, da waren mal zwei Leute, die im Tempel 'ne Runde beten wollten. Der eine gehörte zu den Pharisäern, der andere war ein Geldeintreiber, der für die Besatzungs¬macht die Steuern einzog. Der Pharisäer fing an zu beten und sagte zu Gott: ,Oh, danke, mein Gott, dass ich nicht so bin wie die anderen hier! Ich habe niemanden bestohlen, ich bin sehr gläubig, ich habe meine Ehefrau nie betrogen, wie gut, dass ich nicht so bin wie dieser Geldein-treiber! n Ich faste ja auch zweimal die Woche und gebe immer die vor¬geschriebenen zehn Prozent meines Einkommens!' Der Geldeintreiber blieb total schüchtern am Eingang stehen. Er traute sich noch nicht mal, nach oben zu sehen, als er anfing zu beten. ,Gott, tut mir total Leid, dass ich so viel Mist gebaut habe! Bitte verzeih mir.' " Ich schwör euch, dieser Mann wird sauber und ohne irgendwelche Schulden bei Gott zu haben wieder nach Hause gehen können. Der Pharisäer aber nicht. Denn solche arroganten Menschen, die sich selber in den Himmel loben, werden ganz unten sein; die aber nichts von sich halten, werden am Ende groß rauskommen. Lukasevangelium 18,9-14 nach der Volxbibel

10. Sonntag nach Trinitatis

10. Sonntag nach Trinitatis - Jerusalemsonntag Jesus weint über Jerusalem Als Jesus sich der Stadt Jerusalem näherte und sie vor sich liegen sah, weinte er und sagte: »Wenn doch auch du heute erkannt hättest, was dir Frieden bringt! Aber Gott hat dich blind dafür gemacht. Darum kommt jetzt über dich eine Zeit, da werden deine Feinde einen Wall rings um dich aufwerfen, dich belagern und von allen Seiten einschließen. Sie werden dich und deine Be-wohner völlig vernichten und keinen Stein auf dem andern lassen. Denn du hast den Tag nicht erkannt, an dem Gott dir zu Hilfe kommen wollte.« (Lukasevangelium 19,41-44 nach der „Guten Nachricht“)

9. Sonntag nach Trinitatis

Worauf ihr euch verlassen könnt Und Jesus sagte: „Wer mir gut zuhört und sich darauf einlässt, was ich sage, den kann man gut vergleichen mit jemandem, der für sein Haus einen fetten Betonboden gegossen hat. Wenn es dann mal regnen sollte und draußen ein Orkan tobt, wird das Haus nicht kaputtgehen, denn es hat ja ein festes Fundament, auf das man sich verlassen kann. Wer mir nur zuhört nach dem Motto: ,Hier rein, da wieder raus', den kann man vergleichen mit jemandem, der sein Haus auf Sandboden gebaut hat. Falls mal ein tie¬risches Gewitter kommt und das Wasser steigt und der Wind ganz heftig wird, dann wird der Boden unterspült, und das ganze Haus bröckelt weg.

Matthäusevangelium 7,24-27 nach der Volxbibel

8.Sonntag nach Trinitatis

Die Heilung eines Blindgeborenen Und Jesus ging vorüber und sah einen Menschen, der blind geboren war. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Meister, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren ist? Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesündigt noch seine Eltern, sondern es sollen die Werke Gottes offenbar werden an ihm. Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt. Als er das gesagt hatte, spuckte er auf die Erde, machte daraus einen Brei und strich den Brei auf die Augen des Blinden. Und er sprach zu ihm: Geh zum Teich Siloah - das heißt übersetzt: gesandt - und wasche dich! Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder. (Johannesevangelium 9,1-7)

7.Sonntag nach Trinitatis

Die Speisung der Fünftausend Danach fuhr Jesus weg über das Galiläische Meer, das auch See von Tiberias heißt. Und es zog ihm viel Volk nach, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus aber ging auf einen Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern. Es war aber kurz vor dem Passa, dem Fest der Juden. Da hob Jesus seine Augen auf und sieht, daß viel Volk zu ihm kommt, und spricht zu Philippus: Wo kaufen wir Brot, damit diese zu essen haben? Das sagte er aber, um ihn zu prüfen; denn er wußte wohl, was er tun wollte. Philippus antwortete ihm: Für zweihundert Silbergroschen Brot ist nicht genug für sie, daß jeder ein wenig bekomme. Spricht zu ihm einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus: Es ist ein Kind hier, das hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; aber was ist das für so viele? Jesus aber sprach: Laßt die Leute sich lagern. Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich etwa fünftausend Männer. Jesus aber nahm die Brote, dankte und gab sie denen, die sich gelagert hatten; desgleichen auch von den Fischen, soviel sie wollten. Als sie aber satt waren, sprach er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrigen Brocken, damit nichts umkommt. Da sammelten sie und füllten von den fünf Gerstenbroten zwölf Körbe mit Brocken, die denen übrigblieben, die gespeist worden waren. Als nun die Menschen das Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen sie: Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Als Jesus nun merkte, daß sie kommen würden und ihn ergreifen, um ihn zum König zu machen, entwich er wieder auf den Berg, er selbst allein. (Johannesevangelium 6,1-15)

6.Sonntag nach Trinitatis

Der Missionsbefehl Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten. Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. (aus dem Matthäusevangelium 28,16-20)

5.Sonntag nach Trinitatis

Die ersten Jünger Am nächsten Tag stand Johannes abermals da und zwei seiner Jünger; und als er Jesus vorübergehen sah, sprach er: Siehe, das ist Gottes Lamm! Und die zwei Jünger hörten ihn reden und folgten Jesus nach. Jesus aber wandte sich um und sah sie nachfolgen und sprach zu ihnen: Was sucht ihr? Sie aber sprachen zu ihm: Rabbi - das heißt übersetzt: Meister -, wo ist deine Herberge? Er sprach zu ihnen: Kommt und seht! Sie kamen und sahen's und blieben diesen Tag bei ihm. Es war aber um die zehnte Stunde. Einer von den zweien, die Johannes gehört hatten und Jesus nachgefolgt waren, war Andreas, der Bruder des Simon Petrus. Der findet zuerst seinen Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias gefunden, das heißt übersetzt: der Gesalbte. Und er führte ihn zu Jesus. Als Jesus ihn sah, sprach er: Du bist Simon, der Sohn des Johannes; du sollst Kephas heißen, das heißt übersetzt: Fels. (Johannesevangelium 1,35-42)

4.Sonntag nach Trinitatis

Die Ehebrecherin Aber die Schriftgelehrten und Pharisäer brachten eine Frau zu Jesus, beim Ehebruch ergriffen, und stellten sie in die Mitte und sprachen zu ihm: Meister, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden. Mose aber hat uns im Gesetz geboten, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du? Das sagten sie aber, ihn zu versuchen, damit sie ihn verklagen könnten. Aber Jesus bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie nun fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie. Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. Als sie aber das hörten, gingen sie weg, einer nach dem andern, die Ältesten zuerst; und Jesus blieb allein mit der Frau, die in der Mitte stand. Jesus aber richtete sich auf und fragte sie: Wo sind sie, Frau? Hat dich niemand verdammt? Sie antwortete: Niemand, Herr. Und Jesus sprach: So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr. (aus dem Johannesevangelium 8,3-11)

3.Sonntag nach Trinitatis

3.Sonntag nach Trinitatis Das verlorene Schaf Es nahten sich ihm aber allerlei Zöllner und Sünder, um ihn zu hören. Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen. Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach: Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eins von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt und geht dem verlorenen nach, bis er's findet? Und wenn er's gefunden hat, so legt er sich's auf die Schultern voller Freude. Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen. (Lukasevangelium 15,1-7)

2.Sonntag nach Trinitatis

2.Sonntag nach Trinitatis Einmal war Jesus mit gelehrten Männern in ein Gespräch vertieft. Da kamen Mütter mit ihren Kindern auf der Straße daher. Die einen führten sie an der Hand. Die anderen trugen sie auf dem Arm. Wie zu einem Fest kamen sie an: eine fröhliche, lärmende Schar. Als aber die Jünger sie sahen, wurden sie ärgerlich. Jesus hatte doch genug mit den Gelehrten zu tun! Und nun auch noch Mütter und schreiende Kinder? „Was wollt ihr hier?" herrschten sie die Frauen an. „Wollt ihr etwa die Kinder zu Jesus bringen? Die sind noch viel zu klein! Die verstehen doch nichts! Geht wieder heim! Ihr stört Jesus!" Aber Jesus fuhr seine Jünger an. „Lasst sie!" rief er. „Lasst die Kinder zu mir kommen und haltet sie nicht zurück! Denn sie gehören mehr zu Gott als ihr alle. Und ich sage euch: Wenn ihr nicht werdet wie Kinder, werdet ihr nie zu Gott kommen!" Und er winkte die Kinder zu sich, schloss sie in seine Arme, legte die Hände auf sie und segnete sie. (Eine Übersetzung für Kinder aus dem Markusevangelium im 10.Kapitel)

1.Sonntag nach Trinitatis

1.Sonntag nach Trinitatis Die Geschichte mit dem reichen Mann und dem armen Lazarus „Es gab mal einen schwerreichen Mann, der trug immer nur die teu¬ersten Klamotten von Armani und lebte im totalen Luxus. Direkt vor seinem Haus wohnte ein Penner, der Lazarus hieß. Lazarus war schwer¬krank, hatte überall offene Geschwüre und so. Lazarus ernährte sich vom Müll, den er aus der Tonne vom reichen Mann fischte. Um ihn herum lebten Hunde, die oft ankamen und seine offenen Wunden ableckten, wenn er schlief. Schließlich starb der Lazarus und wurde von ein paar Engeln abgeholt, die ihn zu Abraham brachten; an einen Ort, wo alles gut wird. Auch der reiche Mann starb und wurde beerdigt. Als er dann im Totenreich ankam und es ihm dort total ätzend ging, sah er ganz weit weg Lazarus, wie der sich in Abrahams Arme kuschelte. Da brüllte er los: .Lieber Vater Abraham, bitte hilf mir! Sag doch dem Lazarus, er soll mir nur mal einen Spritzer Wasser vorbeibringen, damit ich wenigstens meine Lippen etwas nass machen kann! Ich leide hier Höllenqualen!' Abra¬ham sagte: ,Mein Sohn, hast du schon vergessen, wie gutes dir im Leben ging? Du hattest wirklich alles, was du wolltest, Lazarus hatte aber nichts. Jetzt ist es umgekehrt, ihm geht es gut und dir schlecht. Außerdem ist da ein Riesen-Graben zwischen uns. Keiner kann da so mal eben rüber, selbst wenn er es wollte. Umgekehrt ist es genauso.' ,Okay, Abraham, aber dann bitte ich dich inständig, Lazarus zum Haus meiner Eltern zu schicken. Ich hab fünf Brüder, und ich möchte nicht, dass sie auch hier landen, an diesem üblen Ort, und sich quälen müssen, wenn sie sterben!' Abraham schüttelte den Kopf: ,Die sind schon mehr als genug von Mose und den Propheten gewarnt worden. Wenn sie sich richtig infor¬miert hätten, wüssten sie Bescheid.' Der Reiche fing an zu diskutieren: , Aber Abraham, wenn sie jetzt einem Toten begegnen würden, der ihnen sagt, was Sache ist, dann würden sie bestimmt ihr Leben ändern!' ,Also, wenn sie auf Mose und die Propheten nicht gehört haben, dann wird sie ein Toter auch nicht überzeugen können.'" (Lukasevangelium 16,19-31 nach der Volx-Bibel)

Trinitatis

Trinitatis (Sonntag der Dreieinigkeit) Johannesevangelium 3,1-8 aus der Volxbibel Wie kriegt man ein Ticket für das Land, wo Gott das Sagen hat? Einmal kam einer von der religiösen Truppe, ein Pharisäer, im Dun¬keln zu Jesus. Nikodemus, so hieß er, gehörte zu den Juden, die in Israel was zu sagen hatten. „Meister, ich hab eine Frage an Sie. Wir haben das alles so weit kapiert, dass Sie direkt von Gott kommen, um uns Dinge beizubringen. Die Wunder, die Sie tun, sind eindeutig ein Beweis, dass Gott auf Ihrer Seite steht!" „Ich sag Ihnen jetzt mal was", meinte Jesus, „wenn jemand nicht noch mal ganz neu geboren wird, bekommt er kein Ticket für das neue Reich, in dem Gott das Sagen hat." „Hä? Wie geht das denn? Ein Erwachsener kann doch nicht ein zweites Mal in den Bauch seiner Mutter zurückgehen, das ist doch wohl logisch!", fragte Nikodemus leicht verwirrt nach. „Ich sag es noch mal anders: Niemand hat eine Chance auf ein Ticket für das Land, wo Gott das Sagen hat, es sei denn, er hat sein altes Leben komplett hinter sich gelassen und durch den Geist von Gott einen echten Neustart hingelegt. Wenn Menschen ein neues Leben machen, dann wird daraus ein menschliches Baby. Wenn Gott durch seine Power ein neues Leben macht, dann ist das eine völlig andere Art von Leben, es ist ein Leben aus seiner Kraft. Sie brauchen sich also nicht wundern über meinen Spruch, dass alle noch mal neu geboren werden müssen. Ein guter Vergleich dafür ist der Wind. Man kann ihn hören, aber wo er genau herkommt oder wo er gleich hinweht, kann man nicht sagen. Genauso kann auch keiner sagen, wie das abgeht mit dieser neuen geistlichen Geburt. Aber man kann sie trotzdem am eigenen Leben erfahren."