Ev.-luth. Kirchengemeinde

Weibeck-Krückeberg

2.Sonntag nach Trinitatis

2.Sonntag nach Trinitatis Einmal war Jesus mit gelehrten Männern in ein Gespräch vertieft. Da kamen Mütter mit ihren Kindern auf der Straße daher. Die einen führten sie an der Hand. Die anderen trugen sie auf dem Arm. Wie zu einem Fest kamen sie an: eine fröhliche, lärmende Schar. Als aber die Jünger sie sahen, wurden sie ärgerlich. Jesus hatte doch genug mit den Gelehrten zu tun! Und nun auch noch Mütter und schreiende Kinder? „Was wollt ihr hier?" herrschten sie die Frauen an. „Wollt ihr etwa die Kinder zu Jesus bringen? Die sind noch viel zu klein! Die verstehen doch nichts! Geht wieder heim! Ihr stört Jesus!" Aber Jesus fuhr seine Jünger an. „Lasst sie!" rief er. „Lasst die Kinder zu mir kommen und haltet sie nicht zurück! Denn sie gehören mehr zu Gott als ihr alle. Und ich sage euch: Wenn ihr nicht werdet wie Kinder, werdet ihr nie zu Gott kommen!" Und er winkte die Kinder zu sich, schloss sie in seine Arme, legte die Hände auf sie und segnete sie. (Eine Übersetzung für Kinder aus dem Markusevangelium im 10.Kapitel)

Jahreslosung

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch

Ez 36, 26

Wochenspruch

Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. (Mt 11,28)

1.Sonntag nach Trinitatis

1.Sonntag nach Trinitatis Die Geschichte mit dem reichen Mann und dem armen Lazarus „Es gab mal einen schwerreichen Mann, der trug immer nur die teu¬ersten Klamotten von Armani und lebte im totalen Luxus. Direkt vor seinem Haus wohnte ein Penner, der Lazarus hieß. Lazarus war schwer¬krank, hatte überall offene Geschwüre und so. Lazarus ernährte sich vom Müll, den er aus der Tonne vom reichen Mann fischte. Um ihn herum lebten Hunde, die oft ankamen und seine offenen Wunden ableckten, wenn er schlief. Schließlich starb der Lazarus und wurde von ein paar Engeln abgeholt, die ihn zu Abraham brachten; an einen Ort, wo alles gut wird. Auch der reiche Mann starb und wurde beerdigt. Als er dann im Totenreich ankam und es ihm dort total ätzend ging, sah er ganz weit weg Lazarus, wie der sich in Abrahams Arme kuschelte. Da brüllte er los: .Lieber Vater Abraham, bitte hilf mir! Sag doch dem Lazarus, er soll mir nur mal einen Spritzer Wasser vorbeibringen, damit ich wenigstens meine Lippen etwas nass machen kann! Ich leide hier Höllenqualen!' Abra¬ham sagte: ,Mein Sohn, hast du schon vergessen, wie gutes dir im Leben ging? Du hattest wirklich alles, was du wolltest, Lazarus hatte aber nichts. Jetzt ist es umgekehrt, ihm geht es gut und dir schlecht. Außerdem ist da ein Riesen-Graben zwischen uns. Keiner kann da so mal eben rüber, selbst wenn er es wollte. Umgekehrt ist es genauso.' ,Okay, Abraham, aber dann bitte ich dich inständig, Lazarus zum Haus meiner Eltern zu schicken. Ich hab fünf Brüder, und ich möchte nicht, dass sie auch hier landen, an diesem üblen Ort, und sich quälen müssen, wenn sie sterben!' Abraham schüttelte den Kopf: ,Die sind schon mehr als genug von Mose und den Propheten gewarnt worden. Wenn sie sich richtig infor¬miert hätten, wüssten sie Bescheid.' Der Reiche fing an zu diskutieren: , Aber Abraham, wenn sie jetzt einem Toten begegnen würden, der ihnen sagt, was Sache ist, dann würden sie bestimmt ihr Leben ändern!' ,Also, wenn sie auf Mose und die Propheten nicht gehört haben, dann wird sie ein Toter auch nicht überzeugen können.'" (Lukasevangelium 16,19-31 nach der Volx-Bibel)

Trinitatis

Trinitatis (Sonntag der Dreieinigkeit) Johannesevangelium 3,1-8 aus der Volxbibel Wie kriegt man ein Ticket für das Land, wo Gott das Sagen hat? Einmal kam einer von der religiösen Truppe, ein Pharisäer, im Dun¬keln zu Jesus. Nikodemus, so hieß er, gehörte zu den Juden, die in Israel was zu sagen hatten. „Meister, ich hab eine Frage an Sie. Wir haben das alles so weit kapiert, dass Sie direkt von Gott kommen, um uns Dinge beizubringen. Die Wunder, die Sie tun, sind eindeutig ein Beweis, dass Gott auf Ihrer Seite steht!" „Ich sag Ihnen jetzt mal was", meinte Jesus, „wenn jemand nicht noch mal ganz neu geboren wird, bekommt er kein Ticket für das neue Reich, in dem Gott das Sagen hat." „Hä? Wie geht das denn? Ein Erwachsener kann doch nicht ein zweites Mal in den Bauch seiner Mutter zurückgehen, das ist doch wohl logisch!", fragte Nikodemus leicht verwirrt nach. „Ich sag es noch mal anders: Niemand hat eine Chance auf ein Ticket für das Land, wo Gott das Sagen hat, es sei denn, er hat sein altes Leben komplett hinter sich gelassen und durch den Geist von Gott einen echten Neustart hingelegt. Wenn Menschen ein neues Leben machen, dann wird daraus ein menschliches Baby. Wenn Gott durch seine Power ein neues Leben macht, dann ist das eine völlig andere Art von Leben, es ist ein Leben aus seiner Kraft. Sie brauchen sich also nicht wundern über meinen Spruch, dass alle noch mal neu geboren werden müssen. Ein guter Vergleich dafür ist der Wind. Man kann ihn hören, aber wo er genau herkommt oder wo er gleich hinweht, kann man nicht sagen. Genauso kann auch keiner sagen, wie das abgeht mit dieser neuen geistlichen Geburt. Aber man kann sie trotzdem am eigenen Leben erfahren."

Pfingsten

Pfingsten Apg 2,1-18 Das Pfingstwunder Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen. Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden. Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galiläa? Wie hören wir denn jeder seine eigene Muttersprache? Parther und Meder und Elamiter und die wir wohnen in Mesopotamien und Judäa, Kappadozien, Pontus und der Provinz Asien, Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und Einwanderer aus Rom, Juden und Judengenossen, Kreter und Araber: wir hören sie in unsern Sprachen von den großen Taten Gottes reden. Sie entsetzten sich aber alle und wurden ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden? Andere aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll von süßem Wein. Da trat Petrus auf mit den Elf, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Ihr Juden, liebe Männer, und alle, die ihr in Jerusalem wohnt, das sei euch kundgetan, und laßt meine Worte zu euren Ohren eingehen! Denn diese sind nicht betrunken, wie ihr meint, ist es doch erst die dritte Stunde am Tage; sondern das ist's, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist (Joel 3,1-5): »Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Alten sollen Träume haben; und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen.

Exaudi

6.Sonntag nach Ostern Exaudi = Höre meine Stimme (Psalm 27) Johannesevangelium 15,26-16,4 (aus der Volxbibel) Jesus sagte: Ich lass euch aber nicht alleine, ich schicke jemanden, der euch helfen wird. Er ist die Kraft von Gott, sein Geist, der die Wahrheit in Person ist. Er wird vom Vater kommen und für mich als ein Zeuge auftreten. Ihr sollt ja auch als Zeugen für mich auftreten, ihr wart ja von Anfang an dabei!" „Ich hab euch das jetzt alles gesagt, damit ihr nicht irgendwann im Glauben mal total durchdreht. Sie werden euch nämlich Hausverbote in den Synagogen erteilen. Das wird sogar so weit kommen, dass man glaubt, man tut für Gott etwas Gutes, wenn man Christen tötet. Die tun das, nur weil sie gar nicht kapiert haben, wie ich und der Vater so drauf sind, sie kennen uns einfach nicht. Ihr solltet einfach vorbereitet sein, wenn das so abgehen wird. Bisher war es noch nicht angesagt, davon zu reden, ich war ja noch bei euch.

Christi Himmelfahrt

Apostelgeschichte 1,3-11 Seinen Jüngern zeigte Jesus sich nach seinem Leiden durch viele Beweise als der Lebendige und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes. Und als er mit ihnen zusammen war, befahl er ihnen, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern zu warten auf die Verheißung des Vaters, die ihr, so sprach er, von mir gehört habt; denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen. Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel? Er sprach aber zu ihnen: Es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat; aber ihr werdet die Kraft des heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. Und als er das gesagt hatte, wurde er zusehends aufgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern. Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.